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ASB Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg e. V. Mannheim/Rhein-Neckar
Stand 652


Der Arbeiter-Samariter-Bund bildet zum/zur Rettungssanitäter/in und zum/zur Notfallsanitäter/in aus. Während es sich bei einem Rettungssanitäter um ein Tätigkeitsfeld handelt, das im Rahmen eines 520-stündigen Lehrgangs (vgl. 13 Wochen bei 40-Std.-Woche) zu erlernen ist und keinen anerkannten Ausbildungsberuf darstellt, ist für den Berufsabschluss als Notfallsanitäter/in eine Ausbildungsdauer von 3 Jahren erforderlich.
Angebote:
Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter/in:

Rettungssanitäter (RettSan, RS) sind für den Rettungsdienst ausgebildete Personen. In der Ausbildung werden die Grundlagen der Notfallmedizin und Techniken der Rettung schwer verletzter oder erkrankter Personen erlernt. Rettungssanitäter kommen beim ASB Mannheim/Rhein-Neckar im Rettungsdienst und Krankentransport zum Einsatz. Beim qualifizierten Krankentransport als Transportführer auf einem

Krankentransportwagen und in der Notfallrettung sind sie häufig Teil der Besatzung eines Rettungs- oder Notarztwagens; hier ist ihre Aufgabe, die Versorgung des Patienten einzuleiten, Notarzt und Notfallsanitäter zu unterstützen und dabei die lebenswichtigen Körperfunktionen wiederherzustellen bzw. aufrechtzuerhalten sowie die Transportfähigkeit des Patienten herzustellen.

Für junge Menschen bietet der ASB Mannheim/Rhein-Neckar im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder eines Bundesfreiwilligendienstes die Tätigkeit als Rettungssanitäter an.

Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in:

Als Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in ist der Realschulabschluss vorgesehen. Interessenten mit

Hauptschulabschluss sollen ebenfalls zugelassen werden, wenn sie zusätzlich eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer vorweisen können.

Eine Ausbildung zum Notfallsanitäter soll zu einem eigenverantwortlichen Handeln befähigen. Ein/e Notfallsanitäter/in soll die Lage am Einsatzort feststellen und erfassen und unverzüglich notwendige allgemeine Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleiten können. Dabei muss er/sie:

- den Gesundheitszustand von erkrankten und verletzten Personen beurteilen, insbesondere lebensbedrohliche Zustände erkennen können

- über die Notwendigkeit, einen Notarzt, weiteres Personal, weitere Rettungsmittel oder sonstige ärztliche Hilfe nachzufordern, entscheiden und diese Maßnahmen umsetzen

- angemessene medizinische Maßnahmen der Erstversorgung bei Patientinnen und Patienten im Notfalleinsatz durchführen

- in der Ausbildung erlernte und beherrschte – auch invasive – Maßnahmen anwenden, um eine Verschlechterung der Situation der Patienten bis zum Eintreffen des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung zu verhindern,

wenn ein lebensgefährlicher Zustand vorliegt oder wesentliche Folgeschäden zu erwarten sind

- mit Menschen in Notfall- und Krisensituationen angemessen umgehen können

- die Transportfähigkeit der Patienten im Notfalleinsatz herstellen und sichern können

- einen geeigneten Transportzielort auswählen und den medizinischen Zustand der Patienten und seine Entwicklung während des Transports überwachen

- die Patienten fachgerecht in die ärztliche Weiterbehandlung übergeben und dabei ihren medizinischen Zustand und ihre Entwicklung beschreiben und dokumentieren

- mit am Einsatz beteiligten oder zu beteiligenden Personen, Institutionen oder Behörden kommunizieren

- qualitätssichernde und organisatorische Maßnahmen im Rettungsdienst durchführen

- die angewendeten notfallmedizinischen und einsatztaktischen Maßnahmen dokumentieren die Einsatz- und Betriebsfähigkeit der Rettungsmittel sicherstellen

- die Hygienevorschriften und rechtlichen Arbeits- und Unfallschutzvorschriften einhalten.

Ein/e Notfallsanitäter/in hat zudem folgende Aufgaben: Er/sie

- assistiert bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung von Patienten im Notfalleinsatz

- führt ärztlich veranlasste Maßnahmen bei Patienten im Notfalleinsatz sowie heilkundliche Maßnahmen, die vom Ärztlichen Leiter Rettungsdienst oder entsprechend verantwortlichen Ärzten bei bestimmten notfallmedizinischen Zustandsbildern und -situationen standardmäßig vorgegeben, überprüft und verantwortet werden, eigenständig durch

- arbeitet mit anderen Berufsgruppen und Menschen am Einsatzort, beim Transport und bei der Übergabe zusammen und

- berücksichtigt dabei angemessen die Gesamtlage vom individualmedizinischen Einzelfall bis zum Großschadens- und Katastrophenfall patientenorientiert.

Auszubildende erhalten ein monatliches Ausbildungsentgelt nach Tarifvertrag der Länder für Auszubildende.

Sämtliche Angebote gelten für m/w/d.